Weltblatt für den
Kreis 1


Erneuerung der Pestalozzi-Anlage
Ein Ruhekissen mitten in der Stadt



Die Pestalozzi-Anlage soll erneuert und aufgewertet werden. Das als Siegerprojekt aus einem Wettbewerb hervorgegangene Projekt ist ausgearbeitet worden und wird nun öffentlich aufgelegt.


Bei milden Temperaturen gleicht die ­Pestalozzi-Anlage einem ruhenden Pol inmitten der Stadt. Hier darf man sich erlauben, sich auf dem Rasen niederzulassen und sich auszuruhen von der rundum herrschenden Hektik der Innenstadt. Diese kleine Oase aufzuwerten hat sich die Stadt zum Ziel gesetzt, als sie 2007 einen Wettbewerb ausschrieb und fünfzehn Teams zur ­Abgabe eines Projekts einlud. Aus den eingereichten Arbeiten ist das Projekt der Hager Landschaftsarchitektur AG durch die Jury einstimmig zur Weiter­bearbeitung ausgewählt worden. Das Resultat liegt nun vor.
Geplant ist eine Öffnung der heute durch Hecken eingefassten Anlage, womit sie von allen Seiten einsehbar und damit sicherer wird.

Sanfte Wölbungen
Die Rasenfläche um das 1898/1899 ­errichtete Pestalozzi-Denkmal, anstelle des 1968 erbauten Warenhauses Globus stand 1874 bis 1961 das Linth-Escher-Schulhaus, soll nicht mehr eine ebene Fläche sein wie heute, sondern gleich einem Kissen sanfte Wölbungen aufweisen. Dieses Kissen soll bis 140 Zentimeter hoch werden. Auf beiden Seiten der Wiese, von der Bahnhofstrasse in Richtung Globus gesehen, werden Sitzbänke zum Verweilen laden. Es soll mehr Sitzgelegenheiten geben als heute, die Banktypen sind indessen noch nicht bestimmt, vermutlich gibt es solche mit und solche ohne Rückenlehne, ähnlich wie man das am Limmatquai vorfindet. Durch das Wegfallen der Hecken wird die Grünfläche entsprechend verkleinert und damit beidseitig Raum bieten für temporäre Nutzungen wie Marktstände oder anderes. Der Wallace-Brunnen zur Linken an der Bahnhofstrasse bleibt erhalten. Rechts wird anstelle des bestehenden ein neuer Trinkbrunnen errichtet. Die Bäume bis auf einer, der ersetzt wird, bleiben bestehen, zusätzlich werden in der ­Mitte sowie auf beiden Seiten, also anstelle der Hecken zur Linken beziehungsweise der Parkhausausfahrt zur Rechten, weitere Bäume gepflanzt. Womit der Baumbestand von heute sechs auf neu vierzehn erweitert wird.

Neue Verkehrsführung
Eine wesentliche Neuerung betrifft zudem die Verkehrsführung. Im Bereich der Ausfahrt des Globus-Parkhauses mit der anschliessenden Überquerung der von Fussgängerströmen und durch Tramverkehr dicht genutzten Bahnhofstrasse kommt es immer wieder zu Konflikten und gefährlichen Situationen. Dem wird insofern abgeholfen, als die Ausfahrt aus dem Parkhaus mit der ­Einfahrt bei der Löwenstrasse zusammengelegt und diese zu diesem Zweck entsprechend verbreitert wird. Die Durchfahrt von der Schweizergasse über die Bahnhofstrasse in die Beatengasse wird durch ein Fahrverbot auf der Höhe der Lintheschergasse unterbunden, was zu einer merklichen Entkrampfung führen soll, nicht zuletzt deshalb, weil damit unnötiger Schleichverkehr verhindert wird. Die Anlieferung bleibt gewährleistet, der Velo­verkehr unverändert. Die Verkehrs­führung ist dann Gegenstand eines ­separaten Verfahrens.
Die Umsetzung der Neugestaltung der Grünanlage ist auf das Jahr 2012 geplant. Zunächst werden die Pläne während dreissig Tagen öffentlich aufgelegt, vom 20. November bis zum 21. ­Dezember, im Rahmen des gesetzlich festgeschriebenen Mitwirkungsrechts der Bevölkerung.

Elmar Melliger

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