Weltblatt für den
Kreis 1


«Gartenschau» mit dem GZ Altstadthaus
Besuch im Rechberggarten



Verschiedene Veranstaltungen in der Reihe «Gartenschau» des GZ Altstadthaus führten die Interessierten an ganz unterschiedliche Orte und boten spannende Einblicke.

«Dieses Jahr war als Sommerflor im Parterre des Gartens Weiss und Blau dran, alle fünf Jahre wiederholt sich die Bepflanzung», so legt Franz Lüthi los. Er ist einer der drei Gärtner, die für den Rechberggarten und das Unigelände zuständig sind.
Der Rechberggarten misst über 4000 Quadratmeter, seine Pflege wird in etwa 1500 Mannstunden pro Jahr geleistet, es wachsen hier im Sommer ca. 5200 und im Winter ca. 6600 Pflanzen.

Reben und Birnen
Durch die Verwendung von sterilisierter Erde konnte der Aufwand beim Jäten drastisch reduziert werden, ein Bewässerungssystem sorgt für gezielte Bewässerung. Es gedeihen hier unter anderem drei Rebsorten und fünf Birnensorten. Die Früchte gehen an die Vögel und an Passanten. Ein Problem stellt der Vandalismus dar, so wurde der Brunnenfigur vor Jahren der Kopf abgeschlagen. Nach dem Umbau des Gartens ist vorgesehen, diesen etwa zwischen 22 und 5 Uhr früh geschlossen zu halten. Franz Lüthi hat es gern, wenn der Garten genutzt wird, wozu die Sitzgelegenheiten und der Rasen einladen: «Das ist wie ein Dankeschön für uns, denn in einen hässlichen Garten geht nämlich niemand.» Die Gäste erfahren einiges zu den Pflanzen, die in der Orangerie und im Garten auf der zweiten und dritten Ebene gedeihen. Der Fachmann weiss nicht nur viel über die Pflanzen, deren Eigenheiten und Pflege, er kann sein Wissen auch gut vermitteln.

Bevorstehende Umgestaltung
Auch die bevorstehende Umgestaltung des Gartens kommt zur Sprache. Der Praktiker sieht dem gelassen entgegen. Er erläutert die anstehenden Veränderungen. Erklärt, dass Mauern, Böschungen und Wege bleiben, zeigt, wo die Lindenhecke mit dem Maschendrahtzaun verlaufen wird, erzählt, dass oben eine Obstplantage mit sechzehn alten Sorten geplant sei und dass oben, etwa drei Meter hinter den heutigen Kanzelbäumen sowie seitlich Tore angebracht würden. «Der Nastüechlibaum muss weg, aber der hat ohnehin sein Alter erreicht.» Die Kanzel oben sei nicht original, werde umgebaut und wirke nachher wie ein Schwalbennest. Glücklicherweise baue man das mit Sandstein. «Die wollten zuerst Beton nehmen.»
Die Zeit vergeht im Flug, einige kurze Regengüsse nimmt man kaum wahr. Abschliessend stehen alle noch eine Weile beisammen und geniessen einen kleinen, feinen Apéro.

Elmar Melliger


Der Garten des Pfarrhauses Grossmünster
«Jeder Pfarrer», so verriet die beim Gemeindedienst Grossmünster arbeitende Gastgeberin Margret Bauer, «hat den Garten auf seine Weise genutzt und Spuren hinterlassen.» Der zum Pfarrhaus gehörende Garten liegt wie ein Idyll vor den staunenden Augen der etwa zwanzig Gäste, welche die Gelegenheit genutzt haben, einen Einblick zu erhalten.
Zur Zeit von Werner Gysel, Pfarrer bis 1998, sei die Umgrenzungsmauer mit Efeu bewachsen gewesen und in der Mitte des Gartens war ein vermooster Teich mit Seerosen. Pfarrerin Käthi La Roche hat nach ihrem Amtsantritt vor zwölf Jahren einen Nuss- und zwei Apfelbäume gepflanzt, die eine stattliche Grösse erreicht haben. Ruth von Fischer wiederum hat als Gast Malven gezüchtet, Nachbarin Claudia Bretscher hat einen Pflaumenbaum gesetzt.
So hat sich der Garten über die Jahre stetig verändert und ist doch geblieben, was er war: eine wunderbare Oase inmitten der Stadt.

Elmar Melliger


der Dachgarten von Marianne und Heinrich Nufer
Die wunderschöne Aussicht vom Dachgarten von Marianne und Heinrich Nufer musste man sich verdienen, denn die Terrasse befindet sich in der gefühlten siebten Etage. Als Dankeschön für die Einladung trugen die BesucherInnen einen Sack Erde als Mitbringsel hinauf. Marianne und Heinrich Nufer wohnen seit 33 Jahren im Haus an der Kruggasse 12. Davor hatten sie an der Weiten Gasse, ebenfalls mit Dachterrasse, ihr Quartier. Infolge des Familienzuwachses erfolgte der Umzug.
Marianne Nufer erzählte angeregte Geschichten zum Dachgarten und ihren Pflanzen sowie zum Mobiliar, insbesondere in Form eines Solarofens.
Heinrich Nufer berichtete Interessantes zur Geschichte des Hauses und dem näheren Quartier. So wohnten vor Jahrzehnten noch Dutzende Kinder an der Kruggasse und belebten die Strasse. Die Linden auf dem Hechtplatz wurden übrigens seinerzeit auf Initiative der BewohnerInnen gepflanzt.

Marc Ulmer


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