Weltblatt für den
Kreis 1


Begegnungen im Advent

Der Advent in der Altstadt ist eine hoch erfreuliche Sache. Fast ein wenig streng: all die schönen Anlässe.

Von Hanspeter Wälchli
Im späteren Januar des neuen Jahres scheint der Weihnachtsmonat mit seinen leuchtenden Lichtern und Kinderaugen für viele Menschen längst passé. Für viele BewohnerInnen und Gäste der Altstadt bleibt aber sicher so manche Begegnung beim einen und anderen Besuch des lebendigen Adventskalenders in warmer Erinnerung. Eine «Erinnerung an die Zukunft», denn der nächste Adventskalender kommt bestimmt.
Chrigle Steybe vom GZ Altstadthaus und Erika Elsener, die Nachfolgerin von Elisabeth Gasser beim Sozialdienst Grossmünster, die den diesjährigen Kalender noch mitgestaltet hat, sammeln schon jetzt Wunschdaten von Leuten, die gerne beim nächsten Kalender mitmachen wollen. Dieser jährt sich im Dezember zum fünften Mal, ein kleines Jubiläum also. Der Rahmen bleibt sich aber gleich. Das Hauptanliegen ist die Begegnung mit Menschen und Orten in der Nachbarschaft, die man neu kennen lernt. Das Schönste dabei ist die Fantasie und die Offenheit für uns Mitmenschen, mit der die GastgeberInnen diese Begegnungen gestalten. Die Einladungen zeigten so auch ihr persönliches Anliegen, Freude zu schenken. Diese Qualität hat nichts mit der Länge und Menge des jeweiligen Anlasses zu tun. Ein kurzes Öffnen eines Fensterchens kann so herzerwärmend sein wie eine ganze Filmnacht.
Jeder Anlass war ein Höhepunkt, und alle diese Höhepunkte können gar nicht beschrieben werden. Dafür einmal etwas Statistik über die 23 Anlässe (Massimo Biondi erkrankte und öffnet sein Fenster deshalb erst dieses Jahr). Insgesamt wurden 1264 BesucherInnen gezählt. Schwerpunkte der Anlässe waren: fünfmal Musik, instrumental und gesungen, viermal Sprache, als Theater, Erzählung oder Lesung, dreimal Besinnung und Zusammensein, fünfmal Führungen in unbekannte kleine und grosse Welten und schliesslich fünfmal Begegnungen um der Begegnung willen und dabei zusammen etwas zu essen und zu trinken. Nachdem in den ersten Jahren Glühwein, Punsch und Süsses dominierte, wird vermehrt auch Salziges und Herberes dargereicht. Diese kulinarischen Extras sind kein Muss, sondern nur eines der Zeichen der Gastlichkeit und des Gebens.
Mit dem Wunsch, dass der Geist dieses Adventskalenders das ganze Jahr weiterwirkt, geht ein ganz grosses Dankeschön an alle Beteiligten und an die Organisatorinnen.

Reservationen für den Advent 2004: GZ Altstadthaus, Tel. 01 251 42 59, Sozial- und Gemeindedienst Grossmünster, Tel. 01 251 38 60.

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