Weltblatt für den
Kreis 1


Eine Seefahrt, die ist lustig

Man erhält nicht alle Tage eine Einladung zur Jungfernfahrt eines Seetaxis, exakt Seetaxi Zürichsee.

So kleidet man sich, es ist ja Dezember, sturm-, wasser- und wetterfest und schreitet zum Bootssteg oberhalb der Wasserkirche. Der Empfang durch Carmen Wili und Josef Maria Erne, dem selbsternannten Kapitän in voller Montur, ist überaus herzlich. Bald hat man ein Glas Prosecco in der Hand und kann das Wunderwerk bestaunen. Das Schiff bietet zwölf Plätze und wir sind froh, zu den ersten Gästen zu gehören, denn bald einmal bildet sich eine kleine Warteschlange von Überzähligen, die erst nach einer halben Stunde abgeholt werden. Aber wie wir bei der Rückkehr feststellen, hat es schon wieder Überzählige, denn der Anlass ist grandios und der Andrang gross.
Wir legen ab, wobei beim Lösen der Taue einige Gläser mitgerissen werden. Obwohl dies noch einige Male passiert, geht kein Glas in Scherben. Die Abfahrt verzögert sich kurz, weil ein Tau überhaupt noch nicht gelöst worden ist. Der Kapitän nimmt Kurs aufs Zürichhorn und schwenkt kurz vorher ab und durchquert gekonnt ein Bojenfeld vor der Badi Utoquai, um kurz darauf an der Bootsvermietung Rytz und Kreuzer anzulegen. In der neuen Lounge gibt es feinen Wein und Gerstensuppe und alles staunt und lacht und ist guter Dinge. Die Herren Rytz und Kreuzer geben ihr Bestes und man ist fast ein wenig traurig, diesen lauschigen Ort zu verlassen, doch die Rückfahrt ist programmiert. Beim ersten In-See-Stechen sichtete man Carol und Martin Brogli, Peter Klemenz im Tauchanzug mit Schwimmweste (er hätte jeden Kostümwettbewerb gewonnen) und weitere heitere Seefahrer.
Das Seetaxi fährt im Winter auf Bestellung, im Sommer ist es von 17 bis 23 Uhr verfügbar. Die Fahrpreise bewegen sich zwischen 15 und 90 Franken (pro Person im unteren Seebecken, für fünf oder mehr Personen bis zur Linie Küsnacht/Mönchhof). Weitere Infos auf www.seetaxi.net. Anzufügen ist, dass die Jungfernfahrt mit Kapitän Josef Maria Erne an Maria Empfängnis stattfand. Und der Name des Bootes, ja, richtig: Panta Maria.

Peter Keck


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