Weltblatt für den
Kreis 1


Barkanten-Bergtour über die Gemmi

Einmal jährlich vertauscht die Lose Vereinigung Barkante (LVB) den Barhocker mit den Bergschuhen und auf gehts im Frühtau zu Berge.

Voriges Jahr wurde die Wanderung wegen schlechten Wetters abgesagt. Heuer, am dritten Wochenende im Juli, waren die Wetteraussichten nicht besser. Sturm, Regen und Schnee bis 1800 Meter waren angesagt. Die OrganisatorInnen, Gabriela Sigrist, Carla Schena und Hansi Berger blieben jedoch hart. «Wir gehen», hiess es.
So trafen sich denn vierzehn wag­halsige BerggängerInnen frühmorgens am Hauptbahnhof, fuhren nach Kandersteg und mit der Luftseilbahn hinauf zum Sunnbüel. Bei strömendem Regen wanderten wir Richtung Gemmipass. In der Berghütte Schwarenbach war Mittagsrast zum Trocknen und zur Stärkung mit Weisswein, Käseschnitten und Bernerrösti. Das Picknick blieb im Rucksack.
Allmählich begann es draussen zu schneien. Weiter gings auf schneebedecktem Pfad am Daubensee vorbei hinauf zum Hotel Wildstrubel auf dem Gemmipass, wo wir unsere Zimmer bezogen.
Nach dem Nachtessen lichteten sich die Wolken etwas und plötzlich erschienen das Weisshorn sowie weitere Bergspitzen in schönstem Sonnenlicht. Sogar die Spitze des Matterhorns war kurz zu sehen. Dies gab uns eine Ahnung vom Alpen­panorama, das uns wohl am kommenden Morgen beim Frühstück auf der Terrasse erwarten würde.
Frohen Mutes stiegen wir denn am nächsten Morgen aus unseren Betten, den Feldstecher in Griffnähe und was stand vor uns: Eine dichte Nebelwand. Den steilen Abstieg auf nassem, glitschigem Pfad nach Leukerbad wagte niemand. So fuhren denn alle mit der Seilbahn hinunter. Allmählich lichteten sich die Wolken und die Sonne begann zu scheinen.
Durch die eindrückliche, enge, tiefe Dala-Schlucht auf schmalem Weg entlang steiler Felswände und über Treppen vorbei an brausenden Wasserfällen – wer nicht schwindelfrei war, durfte nicht in die Tiefe schauen – wanderten wir nun zu unserem Picknickplatz. Mit nassem Holz, ­welches Wunder, wurde ein Feuer entfacht und die mitgebrachten ­Würste gebraten.
Gestärkt und zufrieden stiegen wir anschliessend über eine prachtvolle Blumenwiese hinunter zum Bahnhof, von wo uns Bus und Zug wieder nach Hause brachte.

Dieter Henne


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