Weltblatt für den
Kreis 1


Herzblut: Helen Faigle

Ob die Erfinder der Reihe «Herzblut» des GZ Altstadthaus an Helen Faigle gedacht hatten, als sie nach einem Namen für die Veranstaltungsreihe suchten?

Genau dieses Herzblut ist der umtriebigen Frau nämlich eigen, die ihren Laden am Neumarkt 7 seit dreissig Jahren führt, was sie am Montag, 7. Mai, mit ihren langjährigen Kundinnen und Kunden, Nachbarinnen und Nachbarn feiern wollte. Mit einem kleinen Fest wollte sie sich für deren Treue bedanken. Und weil Helen, wie sie alle nennen, eben nicht nur mit Herzblut, mit viel Enthusiasmus und Engagement, lebt und wirkt, sondern das immer auf ihre eigene Art und Weise macht, war der Anlass von 19.19 bis 21.21 Uhr angesetzt.
Die Altstadt-Gugge, die in besonders grosser Formation auf dem Neumarkt aufspielte, intonierte zum Auftakt «Es wott es Fraueli z’Märit gah».
Da trat Marc Ulmer vom GZ Altstadthaus vor die versammelte Menge, es waren weit über hundert Menschen zusammengeströmt, und er tat dies ungewöhnlicherweise in Hemd und Anzug. Dies, wie er verriet, weil ihm Helen bei einer Vorbesprechung gesagt hätte, sie wolle ihn dann aber schon in Schale sehen. Eine weitere Eigenschaft von Helen trat zutage: ihr Humor. Dass sie das als Scherz gemeint hatte, erfuhr Marc erst, als es zu spät für eine Korrektur war, was er ebenso mit Humor nahm und in seinen Begrüssungsworten öffentlich machte.
Helen, geboren 1941, las aus einem Aufsatz, den sie als Zehnjährige nach einem Schulausflug in die Altstadt geschrieben hatte, in dem der Neumarkt bereits vorkam. Darin hiess es, man solle dort wirklich auch sein, wo man eben ist. Sie bedankte sich bei allen und namentlich auch bei ihrem Partner Martin, ohne den das alles gar nicht möglich sei.
Weitere Menschen richteten sich an die Jubilarin und an die Gäste; so fand die Nachbarin Anna Leiser herzliche Worte oder eine ehemalige Angestellte, von denen eine ganze Anzahl erschienen und beim anschliessenden Apéro kräftig mithalfen, sagte: Sie habe nach dieser Stelle noch etliche andere Stellen innegehabt und ebenso viele Chefs erlebt. «Aber der beste Kapitän, liebe Helen, das warst bis heute du!»
Wie die Gugge «La Paloma» anstimmte, liess sich Helen nicht zweimal bitten, und sie pfiff die Melodie durch die Finger mit.
Zum Apéro servierten die fleissigen Helferinnen Getränke und Gemüsedips sowie Brötchen – in Herzform! Ein ganz grosses, herzliches Danke zurück an Helen!

Elmar Melliger

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