Weltblatt für den
Kreis 1


Abschied und Dank

Ende Dezember verlässt Marc Ulmer das GZ Altstadthaus. Das Quartier lässt ihn nur ungern ziehen – und dankt ihm für seinen Einsatz.

Ab 2014 wird das Altstadthaus unter der neuen Quartierträgerschaft über deutlich weniger Mittel verfügen und sich – mindestens in der Startphase – mit zwei Mitarbeitenden begnügen müssen. Vor diesem Hintergrund verlässt Marc Ulmer das GZ Altstadthaus bereits auf Ende dieses Jahres.
Marc Ulmer trat seine 55-Prozent-­Stelle im GZ Altstadthaus vor mehr als sechs Jahren am 1. August 2006 an. Wie es seine frühere Anstellung in ­einem Kinderheim nahelegte, arbeitete er von Anfang an auch im Kinderprogramm mit. Für zahlreiche Kinder aus dem Quartier sind etwa die Waldwochen während der Ferienzeit ein unvergessliches Erlebnis. Aber auch sein Buebeznacht füllte im Angebot ­eine Lücke.
Auch für Erwachsene konnte Marc ­Ulmer attraktive Angebote ausrichten. So ist etwa der Jassabend, der an jedem Freitag stattfindet, welcher auf einen dreizehnten fällt, legendär. Gern frequentiert wurden auch seine Werkstattbesuche, die über den Altstadt ­Kurier breit ins Quartier hinaus getragen wurden, die wunderschöne Veranstaltung «Herzblut» sowie die Veranstaltungsreihe «Gartenschau», die uns manchen schönen Blick in unbekannte Winkel unseres Quartiers erschloss.
In all den Wirren rund um das GZ Altstadthaus – nur ein Jahr nach seinem Stellenantritt schien das GZ Altstadthaus vor dem Aus – blieb er stets erstaunlich gelassen. Dies hat wohl zum Teil seinen Grund darin, dass ihm seine Erfahrung und Kompetenz in der Arbeit mit Kindern stets die Gewissheit gab, bei Bedarf rasch wieder eine Stelle zu finden – schiessen doch heute Horte und Krippen wie Pilze aus dem Boden. Vielleicht ist es aber auch sein aufwendiges Hobby, das ihm die für ihn typische, liebenswerte Ruhe verleiht. Marc bewirtschaftet nämlich einen kleinen Rebberg in Döttingen, und zwar nach der alten Stickelerziehung, welche sehr arbeitsintensiv ist. So wird Marc, bevor er sich nach einer neuen Anstellung im sozialen Bereich umsieht, für kurze Zeit erst einmal sein Hobby zum Beruf machen und den Winter durch in den Reben arbeiten.
Auf die Frage angesprochen, welches denn in seiner Altstadthaus-Zeit die schönen Erlebnisse waren, verweist er auf keine einzelnen Ereignisse – sondern auf die Tatsache, dass viele der Menschen, denen er im Altstadthaus etwas bieten durfte, seine Freunde geworden sind. Das können wir hier nur bestätigen – und hoffen, dass das Quartier früher oder später wieder von Marc Ulmer hört!

Michael Schädelin

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