Weltblatt für den
Kreis 1


Kinder Kurier: Der 6. Dezember

In der Rubrik «Kinder Kurier» melden sich in loser Folge Kinder zu Wort, Schülerinnen und Schüler einer Primarklasse des Schulhauses Hirschengraben.


Es war einmal ein Esel, der hiess Markus. Er war elf Jahre alt. Er hatte zwei Schwestern und drei Brüder. Markus war sehr nett und brav. Die anderen Esel verspotteten ihn immer, weil er so brav war. Die anderen waren nämlich frech. Der Vater hiess Tom und die Brüder hiessen Tami, Luis und Lulan. Die Schwestern hiessen Leonie und Calin. Sie wohnten alle in Basel in einer kleinen Bauernhütte.
Markus war es langweilig. Er ging wandern. Plötzlich wurde es dunkel. Er sah nur noch eine kleine Hütte am Waldrand. Er klopfte an die Tür. Ein grosser Mann mit langem Bart und rotem Mantel öffnete die Tür: «Wer bist du?» fragte er. Neben ihm stand ein anderer Mann mit einem Bart. «Wer bist du?» fragte auch er. «Ich bin Markus und ich habe mich verlaufen.» Da sagte der Mann mit dem roten Mantel: «Du kannst bei uns bleiben, wir können noch Hilfe gebrauchen. Willst du uns helfen Weihnachtsgeschenke einzupacken?» «Jaa jaaa jaaa!», sagte Markus, der Esel. «Okay, los gehts!»
Spät, um Mitternacht, wurden sie endlich fertig. «Geschafft!», sagte der Mann mit dem roten Mantel. «Gehen wir jetzt schlafen. Morgen haben wir viel vor uns. Morgen ist nämlich der 6. Dezember.»
Markus fragte den Mann mit dem roten Mantel: «Wie heisst du überhaupt?» «Ich heisse Samichlaus und das ist Schmutzli.» Sagte er und zeigte auf den Mann mit dem braunen Mantel.
Markus sagte: «Ich glaube aber nicht an den Samichlaus. Dein Bart ist sicher angeklebt.» Er zog daran, aber der Bart war echt. Der Samichlaus wurde rot vor Zorn. «Natürlich ist der Bart nicht angeklebt! Ich bin der echte Samichlaus!»
Am nächsten Abend sagte der Samichlaus: «Jetzt ist es so weit. Wir müssen los. Die Kinder warten schon.»
Am Schluss, als sie alle Geschenke verteilt hatten, stürzte Markus auf sein Strohbett. «Ich bin so müde!» Dann schlief er zufrieden ein. Der Samichlaus sagte noch: «Gute Nacht, lieber Esel.»
Der Esel Markus träumte von den vielen Kindern und von den vielen Geschenken, die er verteilt hatte.

Venus und Janna, 3. Klasse

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