Weltblatt für den
Kreis 1


Sitzbänke statt Betonpoller

Der Hirschenplatz liegt mitten in der Altstadt und wird stark frequentiert. Sieben Gassen laufen hier ­zusammen. Mehrere Restaurants gibt es am Platz. Die umstehenden Häuser geben ein pittoreskes Bild ab. – Nun wird der Platz mit Sitzbänken bereichert.

Wer sich mit einem Anliegen an ihn wende, der erhalte eine Antwort. So ­erklärte Stadtrat Filippo Leutenegger unlängst. Und wenn möglich unternehme er dann etwas, um berechtigten ­Anliegen zu entsprechen. So geschehen am Hirschenplatz, wo der Vor­steher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements eine Gestaltungsmassnahme veranlasst hat.
Demnächst werden nämlich zwölf der zwanzig in einer geraden Linie entlang der Kandelaber aufgereihten Betonpoller eliminiert. Den unschönen Dingern wird wohl kaum jemand nachtrauern. Wobei sie durchaus ihren Zweck erfüllen. Sie verhindern nämlich chaotische Zustände auf dem Platz, sie lenken den Verkehr in die vorgegebene Richtung und verhindern gleichzeitig dessen Blockierung durch parkierte Fahrzeuge. Weil dem so ist und weil es einen Mehrwert bedeutet, werden die Poller nicht durch nichts, sondern durch Sitzbänke ersetzt. Sechs abschraubbare Bänke mit Rückenlehne werden in der Platzmitte die Leute zum Verweilen einladen. Ein schöner Ort, um das Treiben auf dem Platz zu beobachten.
Für Peter Rothenhäusler, Präsident des Quartiervereins Zürich 1 rechts der Limmat, sind «Bänkli besser als Poller», wie er sagte. So kann man den ­Aufenthalt auf dem Platz geniessen und beispielsweise eine Zwischenverpflegung einnehmen, etwa eine Crêpe vom Stand auf dem Hirschenplatz. ­Sollte es sich dagegen zeigen, dass die Bänke nachts feuchtfröhlich genutzt und die Immissionen massiv werden, müsste man das Ganze neu beurteilen. Wobei sich das Problem des zügellosen Party-Feierns nicht mit Pollern allein lösen lasse.
Christian Brugger, Präsident der Geschäftsvereinigung Limmatquai/Dörfli, begrüsst die Veränderung noch aus einem anderen Grund: «Diese Poller sind uns immer im Weg gewesen, sei es am Dörflifäscht oder am Weihnachtsmarkt. Da haben wir immer darum herum bauen müssen.» Nun hofft er, dass die Bänke auf das Züri-Fäscht hin da sind, das dieses Jahr vom 1. bis 3. Juli stattfindet. Damit sie temporär gleich wieder entfernt werden können.
Wie beim Tiefbauamt zu erfahren war, sind die Bänke bestellt und werden sobald sie da sind montiert. Martin Etter formuliert es vorsichtig: «Diese Gestaltungsmassnahme erfolgt voraussichtlich von den Sommerferien.»

Elmar Melliger

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