Auf zu neuen Räumen

Bild zum Artikel

Für die Kirche St. Peter steht eine Gesamtsanierung an. Näheres dazu war zu erfahren an einer Informationsveranstaltung vom 3. April 2024 im Lavaterhaus.

Die letzte Gesamtsanierung war in den 1970er-Jahren», erklärte der Architekt Patrick Schrepfer im Lavatersaal vor zahlreichem Publikum, das der Einladung des Vereins St. Peter gefolgt war. Entsprechend stehen nach fünfzig Jahren umfassende Arbeiten an, welche zunächst von Juli bis Ende Oktober dauern. Im November und Dezember werden sie unterbrochen – damit die Kirche genutzt werden kann – und von Januar bis Oktober 2025 zu Ende geführt.
Sie umfassen eine Innensanierung des Dachs, die Wärmedämmung sowie die Haustechnik: Lüftung, Licht- und Audiosteuerung, Erneuerung der WC-Anlagen, den Einbau eines Treppenlifts, die Verbesserung des Brandschutzes und eine Schadstoffsanierung. Ausserdem soll die heute abgestufte Empore eben und rollstuhlgängig werden. Auch die Aussenfassade wird saniert. Während der Bauarbeiten bleibt die Kirche geschlossen.

Empore optimieren
Anhand anschaulicher Beispiele erläuterte Patrick Schrepfer die Notwendigkeit der Erneuerungen. So hat Wassereintritt unter dem Dach zu Bauschäden geführt. Die Lüftungsanlage hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, sie läuft nur noch auf der höchsten Stufe oder gar nicht. – Die grösste Veränderung aus Sicht der Nutzenden erfährt die Empore. Diese soll den Bedürfnissen entsprechend erneuert werden und stufenlos begehbar sein, mit einem durchgehenden Holzboden ausgestattet. Sie soll sich eignen für Kirchenkaffees und Apéros, mit entsprechend flexibler Möblierung, oder als Ausstellungsraum dienen. Natürlich finden weiterhin die kirchlichen Anlässe statt.
Der Baukredit von 6 860 000 Franken wurde von der Kirchgemeinde Zürich bewilligt, wie Roman Schiltknecht, Leiter Veranstaltungs- und Immobilienbetreuung beim Kirchenkreis eins Altstadt, erklärte.

Der Sozialraum
Die Pfarrerin Cornelia Camichel Bromeis will die Gemeinde St. Peter zu neuen Räumen führen, wie sie sagte. Dazu hat die Theologiestudentin Susanne Amsler den Sozialraum St. Peter erfasst und diverse Gruppierungen definiert, die miteinander in Verbindung gebracht werden sollen. Dies kann real oder im digitalen Raum geschehen. Beispielsweise soll die Baustellenwand vor der Kirche zum «schwarzen Brett» werden.
Die Sonntagsgottesdienste finden während der Schliessung des St. Peters wechselweise in einer der anderen Altstadtkirchen statt. Im nächsten Jahr wird die Gemeinde einmal im Monat auf die Reise gehen und den Gottesdienst anderswo, in einem anderen Quartier, besuchen. Man kann sich laufend informieren unter www.st-peter-zh.ch.

Elmar Melliger