Lebhafte Versammlung

Die 133. Generalversammlung des Quartiervereins Zürich 1 rechts der Limmat fand am 24. März 2025 im Zunfthaus «Zum Grünen Glas» statt.
Der Quartierverein Zürich 1 rechts der Limmat beginnt seine Generalversammlung gern mit einem Apéro. Eine angenehme Art des Ankommens und Gelegenheit für erste Begegnungen.
Um 19 Uhr begrüsste der Präsident Felix Stocker etwa 15 Gäste namentlich, dazu gut 80 Mitglieder, wovon ein Dutzend erstmals an einer GV dabei, und etliche Interessierte, der Saal war voll.
Als Erstes informierten Thomas Bieri und Jeannette Wegmüller von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) über die zwölf «Mobilen Recyclinghöfe», die als bis Ende 2025 laufender Versuch den Betrieb aufgenommen haben, einer davon beim Bürkliplatz. Dort können einmal monatlich Gegenstände zum Tauschen abgegeben sowie entsorgt werden. Dazu stehen einige Handwagen leihweise zur Verfügung, mit dem Auto anzuliefern ist verboten. Bisher zählte man durchschnittlich 133 Nutzende pro Tag, die 152 Artikel tauschten und je zwölf Kilo entsorgten.
Ob vor dem Hintergrund des neuen Angebots der Altstadt Kurier (mit dem QV) in Zusammenarbeit mit ERZ die Altstadt-Entrümpelung resp. den Bring- und Holtag 2025 durchführen wird, ist noch nicht ganz sicher.
Der Präsident des Gemeinderats, Guy Krayenbühl, richtete sich mit einem Grusswort an die Anwesenden. Selber in der Altstadt aufgewachsen, fühle er sich dem Quartier nach wie vor verbunden. Er bezeichnete den QV als lebendigen Verein, den Altstadt Kurier als interessante Zeitung und die Altstadt als gallisches Dorf. Er lobte das tolle Engagement und schloss, der Kreis 1 sei doch, auch im Vergleich mit den Problemen anderer Kreise, recht perfekt.
Jahresrechnung und Wahlen
Der Jahresbericht, abgedruckt in der Februarausgabe des Altstadt Kuriers, wurde abgenommen.
Die Jahresrechnung schloss mit einem Verlust von 6726 Franken, was ein Kapital von 64 904 Franken ergibt. Zu Buche schlug insbesondere die Infotafel des QVs auf dem Zähringerplatz, die 6218 Franken kostete. Immerhin hat die Stadt dem QV die jährlich wiederkehrende Nutzungsgebühr erlassen.
Die Rechnung wurde abgenommen und dem Vorstand wurde Décharge erteilt. Die Arbeit des Revisoren Rolf Landolt und der Revisorin Manuela Eichhorn wurde verdankt.
Barbara Wigger, früheres Vorstandsmitglied, ist weggezogen und hatte die Buchhaltung auf Mandatsbasis weitergeführt. Sie wurde nun verabschiedet, infolge Krankheit in Abwesenheit. Das Amt der Kassierin übernimmt Marisa Geretto.
Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Eric Bloch (1981), Sophie Kreutzberg (1985) und Matthias Preissle (1992).
Öffnung des Vereins
Vor einem Jahr wurde an der GV darüber diskutiert, ob nicht mehr nur im Vereinsgebiet – in der Altstadt rechts der Limmat –, sondern auch in der Altstadt links der Limmat ansässige Personen und Firmen als Mitglieder aufgenommen werden sollten. Die Abstimmung darüber wurde vertagt, weil stadtweit ein Passus diskutiert wird, der eine weitgehende Öffnung vorsehen würde. Nach einigen Voten dafür und dagegen an der diesjährigen GV wurde der erneute Antrag des Vorstands nun angenommen.
Diverse Berichte
Für die AG Grünräume berichtete Thomas Trachsel, der die kleine Gruppe Freiwilliger seit zwölf Jahren leitet. Diese pflegt öffentliche Grünräume. Neuerdings leistet Grün Stadt Zürich einen finanziellen Beitrag an die Arbeit der Gruppe, womit die Unterstützung durch den QV für Werkzeug etc. hinfällig wird.
Für die Kompostgruppe sprach Henk la Roi. Der Kompost an der Winkelwiese wird gut frequentiert, nun wurde wie in der Februarausgabe des Altstadt Kuriers gewünscht auch genügend frische Komposterde abgeholt, damit wieder Platz zur Verfügung steht. Die grösste Sorge der Gruppe jedoch ist der fehlende Nachwuchs, junge Menschen, die bereit sind, mal die Schaufel zu schwingen. Wer dazu Hand bietet, möge sich doch bitte melden. – Wie sich die in ca. zwei Jahren den Betrieb aufnehmende Bioabfallsammlung auf den Quartierkompost auswirken wird, kann noch nicht gesagt werden.
Für die Gruppe Innenstadt als Wohnquartier, welcher der QV angehört, sprach Lisa Berrisch. Von der Lärmfront gab es wenig Neues zu berichten, die Lärmklagen lagen auf dem gewohnten Niveau, die «mediterranen Nächte» haben keine zusätzlichen Klagen zur Folge gehabt. Bei Lärmproblemen in der Nacht sei nach wie vor die Nummer 117 zu wählen, eine spezielle Lärmnummer gebe es (noch) nicht. Beim neuen «7 Day-Shop» am Hirschenplatz konnte durch eine Einsprache eine Einigung mit dem Besitzer erzielt werden, womit die Öffnungszeiten bis 23 resp. am Wochenende bis 24 Uhr beschränkt bleiben. Eine solche Einigung wünschte man sich mit dem «Burger King» an der Niederdorfstrasse. Hier läuft das Verfahren noch.
Das Trio Creativo sorgte mit Violine, Cello und Klarinette für eine musikalische Pause und wurde mit viel Applaus verdankt.
Vom Quartiertreff Altstadthaus war niemand anwesend, weshalb der Bericht ausblieb.
Für den Altstadt Kurier sprach der Präsident des Herausgebervereins Matthias Senn. Er dankte dem Redaktor Elmar Melliger (1958) für sein Wirken über all die Jahre – er wird im Herbst 2025 in Pension gehen. Ebenso stellte Matthias Senn (1944) seinen Rücktritt auf Mai in Aussicht.
Der QV-Präsident gab das Jahresprogramm bekannt. Der monatliche QV-Stamm hat sich gut angelassen,
es nehmen regelmässig 10 bis 15 Personen teil. Es steht das Zwänzgerle am Ostermontag beim Rüdenplatz an, das Frauenbadifest am 16. Mai, das Neumarktfest am 30. August, ev. der QV-Ausflug am 15. September, eine Filmvorführung am Zürcher Filmfestival am 28. September.
Matthias Köhler informierte darüber, dass der Schülergarten beim Bodmerhaus wieder in Betrieb sei. Und Manuela Eichhorn bedankte sich für die zahlreichen Spenden für die Weihnachtsbeleuchtung an Neumarkt, Rindermarkt, Froschau- und Brunngasse.
Und so konnte der Präsident die lebhafte Versammlung um 21.10 Uhr beschliessen.
Elmar Melliger