Einmal scharf geworfen

Am Ostermontag, das hat sich herumgesprochen, organisiert der Quartierverein Zürich 1 rechts der Limmat alljährlich das Zwänzgerle auf dem Rüdenplatz, bei Regen unter den Bögen. Dieses Jahr war es recht angenehm, am 21. April 2025. Und so füllte sich der Platz, manche kommen mit ihren Kindern von weit her. Die Routiniers unter den Kleinen halten die Hand mit einem dicken Handschuh hin, wenn der Zwanziger runtersaust. Prallt er am Ei ab, gehört er dem Kind, bleibt er stecken, geht das Ei an den Werfer. Alle Hände voll zu tun hatten Catherine Rukkers vom QV-Vorstand und ihr Partner Lucas, die am Stand Ostereier verkauften und Weisswein für die Erwachenen. Für die Kinder gab es Gratissirup. Für einmal war Twint nichts wert, womit der Stand auch zur Wechselstube für die Zwanziger wurde. Die Gugge «Inkognito» sorgte für den richtigen Sound. Doch wohin wohl gingen am Schluss all die Eier, die zum Einsatz kamen? Da leistet der Limmatclub einen wichtigen Beitrag gegen potenzielles Food Waste. Gute Münzenwerfer unter den Club-Mitgliedern nämlich schaffen es auf eine Beute von bis zu dreissig Eiern, beispielsweise Tobias Hutmacher, wie er bescheiden stolz erklärte. Diese werden beim Limmatclub ennet der Limmat sofort zu Eierbrötchen verarbeitet. Die Stimmung dort am Nachmittag, wiederum mit «Inkognito», war hervorragend, und die (Gratis-)Brötchen fanden reissenden Absatz. Wie Ottilie in Erfahrung bringen konnte, wurden für die Eierbrötchen fünf Kilogramm Mayonnaise verwendet. Frage: Wie viele Eier hat es für die Brötchen gebraucht? – Rechne.