Ideale Schreibumgebung

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Für die Gastschreiberin Dagmar Schifferli ist die Altstadt nach wie vor ein Dorf. Aber «glücklicherweise ohne die mitunter auf dem Land verbreitete soziale Kontrolle und dem Bedürfnis, sich mit Gartenzäunen voneinander abzugrenzen».

Von Dagmar Schifferli

Zusammengezählt lebe ich schon vierunddreissig Jahre in der Altstadt. Das ist etwas mehr als die Hälfte meines Lebens. In den 1970er-Jahren, noch während meines Studiums der Sozialpädagogik und Psychologie, wohnte ich in einer WG an der Strehlgasse, wo ich die Tochter einer Freundin aus meiner Primarschulzeit von Geburt an mitbetreute. Unser Haus verfügte über keine Zentralheizung, wir heizten mit Holz und Briketts, in der Küche mit dem Backofen, dessen Tür wir offenstehen liessen, wenn es im Backofeninneren warm genug geworden war. Die Kamine waren spürbar renovationsbedürftig, denn bei Föhnlage zog der Rauch von der unteren Wohnung nicht durch den Kamin ab, sondern drang immer wieder in eines unserer Zimmer ein. Das war natürlich gefährlich, zumal für ein kleines Kind. Wir eilten jeweils sofort zu der Mieterin hinunter und baten sie, den Ofen ausgehen zu lassen. Ein Badezimmer gab es zunächst auch nicht, erst später liessen wir eine Dusche neben der Küche einbauen. Bis dahin duschten wir im Hallenbad oder ich nach dem Training in der Garderobe des Sportverbandes.

Die spannende Fortsetzung ist zu lesen im Altstadt-Kurier (Ausgabe Januar 2026). Die Bezahlzeitung ist hier zu abonnieren.