GLD lanciert Lichtspiele

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Die Geschäftsvereinigung Limmatquai-Dörfli (GLD) will vom 28. Januar bis 14. Februar 2027 so genannte Lichtspiele organisieren. Vertagt wurde an der GV hingegen der Entscheid nach höheren Mitgliederbeiträgen.

Aktuell sind die Tage lang und die Nächte kurz. Da sind Licht und Wärme im Überfluss vorhanden. Doch im Winterhalbjahr kann auch mal der Blues ausbrechen. Dagegen will die Geschäftsvereinigung Limmatquai-Dörfli (GLD) ankämpfen. Wie an der 37. Generalversammlung bekannt gegeben wurde, plant die GLD vom 28. Januar bis 14. Februar 2027 so genannte Lichtspiele. «Vor acht Jahren wurde ein ähnliches Gesuch abgeschmettert von der Stadt, jetzt wollen wir es nochmals wissen», gab sich Präsident Christian Brugger kämpferisch. Man ist überzeugt, mit den Lichtspielen, ähnlich jenen in Murten oder in Einsiedeln, zur Belebung der Altstadt und zu mehr Umsatz der Geschäfte beitragen zu können. Übrigens gab es eine Art Lichtspiele schon 1932. Damals stand die «Zürcher Lichtwoche» im Zeichen der Propagierung der Elektrizität. Mit so viel historischem Kontext sollte die Stadt doch ein offenes Ohr haben. 
A propos Bewilligungen: Die Stadt hat die Bewilligungsgebühren für die Marktstände erhöht, respektive neu eingeführt. Das wurde von den anwesenden gut 30 Mitgliedern mit einigem Erstaunen zur Kenntnis genommen. So steigen auch die Beiträge für die Marktfahrerinnen und Marktfahrer, die am Dörflifäscht (28. bis 30. August) und am Weihnachtsmärt (19. November bis 23. Dezember) teilnehmen. Diese beiden beliebten Märkte werden von der GLD organisiert, wie auch der Rosenhofmarkt. Dieser Markt, der 2024 50 Jahre alt geworden ist, soll einige Neuerungen erfahren. Grund: Viele der Standbetreiber hören altershalber bald auf. «Wir schauen, dass nun nicht einfach Stände mit Plastikhüllen für Handys nachrücken», betonte Stephan Dubi, der mit seiner Firma CP9 AG all die Märkte managt, ebenso wie die Geschäftsführung der GLD. 
Ein zumindest für die Mitglieder der GLD wichtiges Traktandum betraf die Höhe der Mitgliederbeiträge. Dem Vorstand schweben neue Mitgliederkategorien vor, ähnlich etwa bei Mastercard mit Gold und Silber. Argumentiert wurde damit, dass die Struktur der Mitgliedschaften nicht mehr den Bedürfnissen entspräche und die Mitgliederbeiträge (200 bis 800 Franken je nach Anzahl Mitarbeiter) seit 30 Jahren gleich geblieben seien. Neu sollen von der GLD bezogene Leistungen stärker gewichtet werden. Zudem sollen Mitglieder vermehrt von individuellen Marketing-Angeboten profitieren können, etwa Videos auf Social Media oder sogar ein neuer Webauftritt der GLD. Generell soll die GLD dynamischer auftreten und mit aktuellen Online-Beiträgen überzeugen. Gerade auswärtige Kundschaft informiert sich je länger je mehr zuerst online. 

Höherer Mitgliederbeitrag wurde vertagt
Die Diskussion verlief sehr lebhaft. Spürbar war, dass sich die anwesenden Mitglieder nach starker Gemeinschaft sehnen. Rasch wurde klar, dass man eher auf unkonventionelle Marketingmassnahmen setzen will, etwa spezielle Quartierführungen oder Events wie etwa den mittlerweile sehr erfolgreichen Kreislauf 345, wo Läden und Restaurants in den Kreisen 2, 4 und 5 ihre Türen öffnen und Spezialangebote feilhalten. Christian Brugger und mit ihm der ganze Vorstand nahmen die Anliegen interessiert entgegen – und vertagten eine mögliche Beitragserhöhung auf 2027. 
Mit viel Applaus aus dem Vorstand verabschiedet wurde Barbara Wick. Fast schon rührend war, dass mit Tochter Laura die Familie im Vorstand vertreten bleibt. Laura wurde mit Applaus ins Vorstandsgremium gewählt. Es ist eine familieninterne Ablösung, wie diese momentan auch beim Einrichtungsgeschäft Wick Wohnkultur am Neumarkt 3 passiert. So bleibt die GLD eine schlagkräftige Vereinigung, die sich für die Gewerbler-Belange einsetzen will und das «Dörfli» als attraktiven Standort weiterhin promoten will.