Nun kümmert sich die Politik ums Altstadthaus

Zwei politische Vorstösse behandeln Themen der Altstadt. Das Altstadthaus und die Hitze.

Lorenz Steinmann

SP-Gemeinderat Ruedi Schneider, der am Rindermarkt wohnt, hat einen politischen Vorstoss lanciert, welcher das Altstadthaus finanziell besser absichern soll. «Der Stadtrat wird aufgefordert, eine Erhöhung der Unterstützungsbeiträge an das Altstadthaus sowie die nachhaltige Stärkung der soziokulturellen Versorgung der Altstadt zu prüfen.» Weiter wird gewünscht, dass der Stadtrat das Altstadthaus in der Organisationsentwicklung fachlich unterstützen solle. Da ist herauszulesen, dass in diesem Bereich Luft nach oben herrscht. Momentan muss das Altstadthaus an der Obmannamtsgasse 15 mit weniger Geld als bisher auskommen, was sich aufs Angebot und eine dünne Personaldecke auswirkt. Schneiders Vorstoss ist bei den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten im Wahlkreis 1+2 allgemein auf Zustimmung gestossen. Ausser der SVP unterstützen alle Parteien das Anliegen. Ruedi Schneider hofft, dass die neue Sozialvorsteherin, Céline Widmer (ebenfalls SP), Musikgehör hat für diesen wichtigen Begegnungsort im Kreis 1. Das Postulat soll kurz nach der Sommerpause im Rat behandelt werden, also schon im August oder im September. 

Zweiter Vorstoss: Kampf der Hitze
Sibylle Kauer (Grüne), David Garcia Nunez (AL, eben als Gemeinderat zurückgetreten) und Ruedi Schneider (SP) haben zudem ein Postulat eingereicht im Gemeinderat, in dem es um die Hitzeminderung geht. «Der Stadtrat wird aufgefordert, zu prüfen, wie die Hitzeminderung in der Altstadt gestärkt werden kann, und zwar mit mehr unversiegelten oder teilversiegelten Flächen und mit einer besseren Schattierung». Dazu sollen mehr Bäume gepflanzt werden oder alternativ Fassaden begrünt werden, die als Schattennetze bis über die Gasse reichen. Zudem soll den Menschen mehr Wasser in Brunnen, am Fluss oder in Kanälen zugänglich gemacht werden. Private Initiative soll dabei besonders gefördert werden. 
Ein besonderes Augenmerk richten Kauer, Garcia Nunez und Schneider auf die Pflästerung. Gerade am Rindermarkt und am Neumarkt wurde der Boden vor wenigen Wochen voll versiegelt. Entsprechend heiss ist es tagsüber. Der Boden kann nicht atmen und es wird extrem stickig. Wichtig sei, die Versickerungsleistung mit geeignetem Substrat und Fugenmaterial möglichst zu fördern, fordern nun Kauer, Garcia Nunez und Schneider. Der Stadtrat hat nun bis 2028 Zeit, sich eine Antwort zum Hitzethema zu überlegen.