«Mord im Hinterhof» Start der Altstadt-Krimi-Serie

Eine Premiere: In dieser Ausgabe startet die Krimiserie «Mord im Hinterhof» von Gabriela Kasperki. Sie erzählt in sieben Fortsetzungen die Geschichte eines Hinterhofs, dessen Zukunft nach dem Tod der langjährigen Besitzerin höchst gefährdet ist.

Der Fortsetzungsroman (auch Feuilletonroman) war im 19. und frühen 20. Jahrhundert das wichtigste literarische Massenmedium. Die bekanntesten Klassiker der Weltliteratur, wie Alexandre Dumas «Die drei Musketiere» oder Charles Dickens «Oliver Twist» erschienen kapitelweise in Tageszeitungen und Zeitschriften. Sie prägten den Begriff des «Cliffhangers».

Später kam der Krimi als Serie dazu. An diesen aufregenden Texten blieben viele Leserinnen und Leser hängen.  Die brennende Frage, wer nun der Mörder sei, beschäftigte die Leserschaft und man freute sich auf die nächste Folge. 

Der (tägliche) Spass ist natürlich längst Geschichte, denn der Fortsetzungsroman und -krimi starb Mitte/Ende der 90er-Jahre. Vor zehn Jahren liess der  Berliner Autor Tilman Rammstedt das Genre auferstehen, er publizierte den Roman «Morgen mehr». Jeweils aktuell schrieb er innerhalb von 24 Stunden die Fortsetzungen der Geschichte über einen Jungen. Damit wurde er sogar Träger des Ingeborg-Bachmann-Preises.

Und nun belebt der Altstadt-Kurier das Genre neu. Wir bringen ab dieser Ausgabe und bis im Dezember monatlich eine Folge von «Mord im Hinterhof». Es ist ein Altstadt-Krimi von Gabriela Kasperski, exklusiv geschrieben für den Altstadt-kurier. «Mord im Hinterhof»  erzählt in sieben Fortsetzungen die Geschichte eines Hinterhofs in unserer Altstadt, der nach dem Tod der langjährigen Besitzerin zweier angrenzender Häuser in einen Strudel aus Begehrlichkeiten, Politik und einem ungeklärten Mord gerät. Für Gabriela Kasperski ist das Projekt darum so spannend, weil sie früher selber Fan war der damaligen Zeitungsfortsetzungen. Nun hatte sie die lokale Krimi-Idee und freut sich auf die kommende Zeit.  «Zudem erhoffe ich mir eine rege Teilnahme der Leserschaft, indem sie konkrete Wünsche, zum Beispiel nach Schauplätzen äussert». So bekomme der Krimi noch mehr Lokalkolorit und trage zur Interaktion mit den Leserinnen und Lesern bei, stellt sich Kasperski den Austausch vor. Eine spannende Sache, findet auch die Redaktion. Ideen und Inputs kann man in den Briefkasten des Altstadt-Kuriers am Neumarkt 8 werfen oder per E-Mail an redaktion@altstadtkurier.ch kundtun. «Die Auflösung in der Dezember-Nummer wird sicher ein absoluter Höhepunkt», freut sich Kasperski schon heute. Kasperkis bisherige Bücher wurden mehrfach nominiert und ausgezeichnet, mit dem «KIMI-Siegel» für Diversity und der Lesefieber-Feder für die «YESHI-Reihe», mit dem Zürcher Krimipreis für «Zürcher Verstrickungen» (über die kolonialen Spuren der Stadt Zürich),  2025 mit einem Recherchebeitrag von Pro Helvetia, sowie 2026 mit einem Arbeitsbeitrag der Stadt Zürich. Letztes Jahr machte das zusammen mit Ehemann Franz herausgegebene Buch «Weisch na» Schlagzeilen. Ein einzigartiges Stück Altstadtgeschichte, das vom «Dörfli»-Original Barbara Streiff inspiriert wurde. Und nun also der Altstadt-Krimi.                             

Die Folge 1 unserer Krimis gibt’s hier.