Pfostendekoration am Neumarkt kann bleiben

Seit rund fünfundzwanzig Jahren werden Pfosten am Neumarkt geschmückt, um etwas Abwechslung und Farbe in das Erscheinungsbild der Gasse zu bringen. Im vergangenen Sommer wurde das plötzlich unter Bussandrohung polizeilich verboten. In der Folge konnte erreicht werden, dass die Angelegenheit vorläufig sistiert wurde (Altstadt Kurier, Juliausgabe 2018).
Nun hat sich die für solche Fragen zuständige Arbeitsgruppe öffentlicher Raum (AGöR) dieser Sache angenommen und hält in einer Mitteilung an die Betroffenen fest, dass diese Pfostendekorationen nicht bewilligungsfähig sind, auf Zusehen hin jedoch geduldet werden. Dies bis zu einer allfälligen Umgestaltung des Neumarkts. – Wie Vilmar Krähenbühl, Direktor des Tiefbauamts (kurz vor seiner Pensionierung Ende 2018)
auf Anfrage erklärte, ist derzeit kein Bauprojekt wie der Ersatz von Werkleitungen in Sicht, das eine Umgestaltung zur Folge haben könnte. Man neige heute dazu, auf Pfosten wenn möglich zu verzichten und sie durch andere Gestaltungselemente wie Bänke zu ersetzen. Das vereinbarte Stillhalteabkommen, das mit Stadtpolizei, Dienstabteilung Verkehr, Amt für Bewilligungen und Tiefbauamt getroffen wurde, gelte also sicher für die nächsten etwa fünf Jahre. Selbst im Falle einer Neugestaltung werde man nicht gegen den Willen der ansässigen Bevölkerung die Pfosten entfernen.   

Elmar Melliger