Weltblatt für den
Kreis 1


Es ist so weit:
Attraktiveres Limmatquai



Nach jahrelangem Hin und Her wird der mittlere Abschnitt des Limmatquais vom Verkehr entlastet. Am Wochenende vom 25./26. September ist es so weit.

Die Bemühungen zur Sperrung des Limmatquais für den Durchgangsverkehr sind Jahrzehnte alt. Bereits 1963 sind auf städtischer Ebene entsprechende Planungsschritte unternommen worden. Im Jahr 1987 fiel eine städtische Volksabstimmung mit nur 0,5 Prozent mehr Nein-Stimmen negativ aus, 1999 gelang ein positives Resultat. Es mussten noch Jahre vergehen, bis auch die letzten Rekurse gegen den Vollzug des Volkswillens erledigt waren.
Am Wochenende vom 25./26. September dürfen wir nun die Sperrung des mittleren Teils des Limmatquais erleben. Im Rahmen des jährlich stattfindenden Aktionstages Zürich multimobil wird das Limmatquai ohnehin vom Privatverkehr befreit sein. Eine gute Gelegenheit also zur feierlichen Überleitung zum neuen Verkehrsregime.

Teilsperrung
So ganz ohne Verkehr geht es ja doch nicht. Weiterhin verkehren die Trams unverändert durch das Limmatquai, auch Velos bleiben in beiden Richtungen erlaubt. Die Änderungen betreffen den privaten motorisierten Verkehr: Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder. Auf die Sperrung wird sowohl am Bellevue wie auch am Central hingewiesen, sodass der Verkehrsfluss richtig kanalisiert wird. In Richtung See wird der Verkehr über Uraniastrasse – Sihlporte – Talstrasse zum Bürkliplatz geführt. Der Verkehr vom See her wird über Rämistrasse – Hirschengraben – Seilergraben zum Central geleitet.
Die Sperrung betrifft die Strecke zwischen Münster- und Rudolf-Brun-Brücke. Hier gilt für alle Fahrzeuge Tempo 30. Also auch für Trams und Velos, zudem für berechtigte Ausnahmefahrten.
Vom Central her trifft man vor der Rudolf-Brun-Brücke auf das Signal «Verbotene Fahrtrichtung», also eine Einbahnstrasse (ausgenommen Velos) – und biegt nach rechts ab, auf die Brücke. Vom Bellevue her stösst man vor der Münsterbrücke auf die dreiteilige Fahrverbotstafel (für Motorwagen, Motorräder und Motorfahrräder) und biegt nach links ab, auf die Brücke. Berechtigte Zufahrt Richtung Rathaus- und Rudolf-Brun-Brücke ist möglich. Berechtigte Fahrten von der Rathausbrücke her können in beide Richtungen, also limmataufwärts wie -abwärts erfolgen.

ie Ausnahmen
Erlaubt bleiben künftig folgende Ausnahmen vom Fahrverbot: Zufahrten zum Güterumschlag oder Ein- und Aussteigen lassen. Fahrten mit besonderen Bewilligungen. Die Zufahrt zu einem privaten Parkplatz. Fahrten im Verkehr mit dem Polizeiposten Rathaus, von Postzustelldiensten, von Ärzten mit Einsatzziel im gesperrten Abschnitt, von Hotelgästen zum Ein- und Ausladen von Gepäck. Zwischen Rathausbrücke und Rudolf-Brun-Brücke gilt wie gesagt Einbahnverkehr.

Bauliche Massnahmen
All diese Änderungen werden begleitet von baulichen und technischen Massnahmen. Diese dienen in erster Linie der Optimierung des Verkehrsflusses auf den Umfahrungsrouten. So wurde am Central die Bushaltestelle verlängert und die Kanzel verschoben. Die Tramhaltestelle Rudolf-Brun-Brücke in Fahrtrichtung See wird auf die andere Seite der Kreuzung verlegt, sodass eine Doppelhaltestelle (im gesperrten Abschnitt) entsteht. Am Utoquai werden Parkplätze vom Trottoir auf die frei werdende Fahrspur umplatziert. An der Rämistrasse 33 wurde der Fussgängerstreifen aufgehoben, dafür derjenige etwas weiter oben, oberhalb der Einmündung in den Hirschengraben, «unter Licht genommen», das heisst an eine Ampel angeschlossen. Hinzu kommt die Anpassung von 19 Verkehrsregelungsanlagen. Diese werden nach einer Einführungsphase nochmals justiert.

Im Kreis 1 begrüsst
Die Abstimmungen zum Limmatquai sind im Kreis 1 immer mit komfortablem Mehr angenommen worden. Nun ist es so weit.
Mit der baulichen Neugestaltung hingegen wird man sich noch etwas gedulden müssen, das wird noch einige Jahre dauern.
An der Schliessungs- resp. Eröffnungsfeier am Sonntag, 26. September werden mittags um 12 Uhr Stadträtin Esther Maurer sowie Quartiervertreter sprechen. Es sind dies Martin Brogli, Präsident Quartierverein Zürich 1 rechts der Limmat, und Andreas Wyss, Co-Präsident Geschäftsvereinigung Limmatquai/Dörfli.
Uns bleibt, die Vorzüge eines verkehrsentlasteten, freieren Limmatquais als Passantinnen und Passanten zu nutzen und zu geniessen.

Elmar Melliger


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